Wie verläuft eine Lidstraffung und wann ist sie sinnvoll?

Die Augenlidstraffung gehört wohl zu den beliebtesten Eingriffen der ästhetischen Chirurgie. Das liegt nicht zuletzt daran, dass mit einem minimalen Aufwand große Resultate erzielt werden können. Doch welche Aspekte zur Thematik sind interessant zu wissen?

Die ersten Schritte bis zur Lidstraffung

Oftmals wird die Straffung der Lider (Blepharoplastik) als einziger Ausweg anerkannt, um das eigene Selbstwertgefühl zu steigern. Menschen, die davon betroffen sind, haben häufig in ihrem Alltag mit Unzufriedenheit zu kämpfen – vor allem wenn es das eigene Aussehen betrifft. Welche Gründe im Endeffekt dafür verantwortlich sind, dass die Straffung durchgeführt werden soll, sollte mit dem behandelnden Facharzt besprochen werden. Doch wo findet sich dieser Facharzt eigentlich wieder? Vergleichsportale sind beispielsweise eine gute Option, um einen ersten Überblick über die behandelnden Chirurgen zu erhalten. Doch es sollte nicht nur der Preis betrachtet werden. Rezensionen und mögliche Bilder der vergangenen Werke können einen ersten Einblick über die behandelnde Klinik geben.

Wer sich letztendlich die Lider straffen lassen möchte, sollte in im Anschluss den Weg zu einem Vorgespräch sowie einer ausführlichen Voruntersuchung antreten. Auf diesem Weg können alle notwendigen Voraussetzungen für die Schönheitsoperation geklärt werden. Alle wichtigen Aspekte werden geklärt. So erhält der Patient bereits alle notwendigen Informationen bezüglich des Preises, der medizinischen Möglichkeiten sowie der damit verbundenen Risiken. Des Weiteren erläutert der behandelnde Facharzt, welche Operationen möglich sind und welche Option letztendlich wie durchgeführt wird.
• Anamnese (Vorgespräch & Beratung)
• Erstuntersuchung (Klärung, welche Optionen sich anbieten)

Wann wird eine Augenlidstraffung in Anspruch genommen?

Die Zielgruppe einer Augenlidstraffung liegt meist alterstechnisch zwischen 40 und 60 Jahren. Handelt es sich um Schlupflider, so ist dies jedoch keine Altersfrage. Auch jüngere Menschen leiden oftmals darunter und würden diese gern beseitigen lassen.

Schlupflider und hängende Tränensäcke sind bei der jüngeren Generation oftmals genetisch bedingt. Die Schönheitsoperation tritt stets dann in Kraft, wenn Patienten unter den müden Anblick im Spiegel leiden und dies beheben möchten. Das Alter hierbei spielt überhaupt keine Rolle.

Zudem kann die fehlende Elastizität der Augenlider zu ernsthaften Beeinträchtigungen im Alltag führen. Durch die hängenden Lider kann die Sicht stark eingeschränkt werden, was beispielsweise die Sicht im Straßenverkehr behindert. Aber auch Entzündungen an der Bindehaut sowie am Lidrand können auftreten und ein Indikator dafür sein, dass eine Augenlidstraffung notwendig wird. Augenlidfehlstellung, welche angeboren oder durch einen Unfall entstanden sind, können ebenfalls einen medizinischen Beweggrund darstellen.

• Fehlstellungen des Augenlides
• Fehlende Elastizität des Augenlides mit eingeschränkter Sicht
• Eine müde Erscheinung im Spiegel
• Ästhetische Unzufriedenheit des Patienten

Wichtige Maßnahmen vor dem Eingriff

Die Anamnese sowie die Erstuntersuchung sowie die Vereinbarung des Operationstermines sind nicht die einzigen Maßnahmen, die vor der eigentlichen Straffung der Lider anfallen. Der Patient/ die Patientin sollte im Vorfeld möglichst 14 Tage darauf verzichten, blutverdünnende Schmerzmittel einzunehmen. Auch fiebersenkende Mittel können letztendlich das Operationsrisiko steigern und für eine eher negative Wundheilung sorgen. Zudem sollten Vitamin-E-Präparate sowie Alkohol und Nikotin ebenfalls auf die Verzichtsliste geschrieben werden.

Die Durchführung einer Lidstraffung

An sich ist die Straffung der Lider eine eher unspektakuläre Operation in der Schönheitschirurgie. Sie dauert an sich nur 30 Minuten und kann unter einer Lokalanästhesie durchgeführt werden. In einigen Fällen wird die Vollnarkose bevorzugt. Die ambulante Durchführung ist Gang und Gäbe bei der Straffung. Nach einer kurzen Ruhezeit kann der Patient die Einrichtung also schon wieder verlassen. Wichtig ist allerdings, eine vertrauenswürdige Begleitperson für den Heimweg dabei zu haben.

Bei der Augenlidstraffung wird überschüssige Haut sowie überschüssiges Fettgewebe am Ober- und/ oder Unterlid entfernt. Durch diesen Eingriff wirken die Augen letztendlich offener, wacher und frischer, was sich sehr positiv auf die Erscheinung der behandelten Person auswirkt. Das Auge gilt als Tor zur Seele.

Oberlidstraffung

Hier wird in der natürlichen Lidfalte ein kleiner Schnitt mit einem Skalpell gesetzt. Das Fettgewebe und die Haut, die hervortreten, werden entfernt. Die Straffung des darunter liegenden Muskelgewebes kann ebenfalls in einigen Fällen erforderlich werden. Nach ungefähr 3 Monaten verschwindet die Narbe und ist in der Lidfalte nicht mehr zu erkennen.

Unterlidstraffung

Dieser Eingriff kann sich als etwas umfassender erweisen. Hierbei geht es um die Entfernung der Tränensäcke. Narben sind in vielen Fällen nach der OP nicht mehr ersichtlich. Für die Durchführung wird ein feiner Schnitt am Wimpernrand getätigt. Ist die Erschlaffung allerdings weiter fortgeschritten, so muss auch der Schnitt verlängert werden. Dies geschieht seitlich am Auge. Aber auch hier ist die Narbe nach einigen Monaten kaum noch sichtbar. Bei der Unterlidschaffung wird überschüssiges Gewebe entnommen, genauso wie bei der Oberlidstraffung.

Die Zeit nach der Operation

Kurz nach der Operation ist es ratsam, die Augen einer ständigen Kühlung zu unterziehen. Dies wirkt nicht nur schmerzlindernd, sondern verengt zudem die Gefäße. Circa 12 Stunden nach der Operation kann wie gewohnt geduscht werden. Auf Sport sowie anstrengende Tätigkeiten sollte allerdings bis zu 2 Wochen verzichtet werden.

Nach einer Woche findet eine Nachsorgeuntersuchung statt, bei der in der Regel auch die Fäden gezogen werden. Die Augenpartie sollte nach der OP gut verschont werden. Insofern alles gut verlaufen ist, sind nach ungefähr zwei Wochen keinerlei dunkle Verfärbungen mehr sichtbar. Auch Narben müssen nicht befürchtet werden, da sie entweder in der Lidfalte verschwinden oder kaum sichtbar sind.

Mögliche Risiken einer Straffung der Lider

Die Risikowahrscheinlichkeit bei einer Augenlidstraffung wird als äußerst gering eingeschätzt, jedoch kann sie nie komplett ausgeschlossen werden. Doch welche Begleiterscheinungen können mit der Straffung der Augenlider einhergehen?

In erster Linie können Unverträglichkeiten auftreten. Das Mittel für die Lokalanästhesie oder auch später zu verwendende Medikamente können allergische Reaktionen hervorrufen. Neben den Unverträglichkeiten kann es zu Blutungen, Nachblutungen, Wundheilungsstörungen sowie zu Durchblutungsstörungen kommen.

Auch trockene und brennende Augen sind keine Seltenheit nach der Operation. Dies kann einige Wochen anhalten und tritt vor allem bei starker Beanspruchung, beispielsweise bei der Arbeit am Bildschirm, auf. Demnach sollten die Augen vor allem in den ersten Tagen ausreichend geschont werden.

In seltenen Fällen kann das Ergebnis asymmetrisch ausfallen. Auch eine “Überkorrektur” kann für Komplikationen sorgen. In diesen Fällen kann es geschehen, dass sich das Lid nicht mehr komplett schließen lässt. Eine Nachkorrektur ist dann zwingend erforderlich.

• Allergische Reaktionen
• Nachblutungen
• Wundheilungs- sowie Durchblutungsstörungen
• Trockene und brennende Augen
• Asymmetrische Ergebnisse
• Lider lassen sich in seltenen Fällen nicht mehr schließen

Die Kosten einer Lidkorrektur

Eine Lidkorrektur kann bereits ab 1.500 Euro durchgeführt werden. Wird das Ober- sowie Unterlid bearbeitet, so fallen Kosten ab 3.000 Euro an. Ein wirklich konkreter Preis kann erst genannt werden, wenn der behandelnde Arzt einen ersten Blick auf die Lider werfen konnte. Auch die Art der Narkose ist ein wichtiges Indiz für den Preis, der letztendlich anfällt.

Fazit

Die Straffung der Lider kommt in den meisten Fällen erst im vorangeschrittenen Alter zum Einsatz. Ist das Lid durch einen Unfall demoliert, so kann ein Eingriff notwendig werden. Auch erblich kann ein Schlupflid in jungen Jahren auftreten, welches die Sicht stark beeinträchtigt. Auch hier kann der Eingriff früher notwendig werden. Besteht eine medizinische Notwendigkeit, so sollte dies von einem Arzt bestätigt werden. Ein Teil der Kosten kann dann bei den Krankenkassen beantragt und erstattet werden. Bei einer rein ästhetischen Operation werden die Kosten allerdings nicht übernommen.