Gründe für und gegen eine Brustvergrößerung

Immer mehr Frauen befürworten die Brustvergrößerung und legen sich sogar selbst unter das Messer. Die Korrektur des Busens zählt sogar inzwischen zu der Nummer 1 der Schönheitsoperationen. Doch woher kommt der Wunsch, sich die Brüste formen zu lassen? Und welche Punkte sprechen für und gegen diesen Eingriff? In unserem Artikel gehen wir auf die positiven sowie negativen Aspekte einer Brustoperation ein.

Wie Frauen unter ihrer Konfektionsgröße leiden

Der wohl häufigste Grund einer plastischen OP im Brustbereich stellt die Größe der Brüste dar. Viele Frauen nehmen ihren Busen als zu klein wahr und möchten gern eine Konfektionsgröße mehr präsentieren können. Oftmals leiden Frauen so sehr, dass sie sich unwohl fühlen. Schwimmbäder werden gemieden, auch der Partner wird auf Distanz geschickt. Wenn Frauen unter psychischen Problemen aufgrund ihrer Körbchengröße leiden, ist es definitiv ratsam, sich die Brüste angleichen zu lassen.

Doch nicht nur zu kleine Brüste können für Unmut sorgen. Auch zu große Körbchen, beispielsweise nach der Schwangerschaft, oder auch eine Asymmetrie beider Brüste im Vergleich können dafür sorgen, dass Frauen ihren Körper verstecken und gar nicht gern betrachten mögen. Auch hier ist die Korrektur der Brüste oftmals der letzte Ausweg.

Welche Voraussetzungen muss die Patientin für eine Brust-OP mitbringen?

Damit die Brustoperation stattfinden kann, müssen zunächst einige Voraussetzungen seitens der Patientin erfüllt sein. Darunter fällt der Aspekt, dass die Patientin das 18. Lebensjahr vollendet hat. Nur in schweren Fällen, in der starke psychische oder auch körperliche Leiden bekannt sind, kann eine Ausnahmeregelung eintreten. Eine Oberbegrenzung für das Alter der Patienten gibt es nicht. Ab dem 35. Lebensjahr ist es jedoch ratsam, vor solch einem Eingriff eine Mammographie durchzuführen. So kann ausgeschlossen werden, dass ein Brustkrebsleiden vorliegt.

Auch die Gründe der Brustoperation sollten erörtert werden. Möchte die Dame die Operation aus eigenen Interessen oder wird sie gar von dem Partner dazu gedrängt? Wird sie von ihrem sozialen Umfeld zu solch einem Eingriff gedrängt, sollte zwingend von der Operation durch den behandelnden Arzt abgeraten werden.

Die Stillzeit sowie die Schwangerschaft der Patientin muss ebenso ausgeschlossen sein. Durch die Medikamente, die während der Operationszeit und danach verabreicht werden, könnten dem Kindes Schaden zufügen. Die Entwicklung kann stark beeinträchtigt werden. Während der Stillzeit verändert sich zudem die Brust der Frau. Das Drüsengewebe wächst.

Rat: Die Operation an den Brüsten sollte frühestens sechs Monate nach dem Abstillen in Erwägung gezogen werden.

Die Möglichkeiten der ästhetischen Chirurgie

In der Schönheitschirurgie ist inzwischen eine Menge möglich. Ob es sich nun um das Gesicht oder gar um den Intimbereich handelt – die Möglichkeiten sind gigantisch. Auch im Bereich der Brüste ist viel möglich, sodass quasi jede Frau die Option angeboten bekommt, genau den Busen zu erhalten, den sie sich erträumt. Doch welche Operationsmöglichkeiten stehen letztendlich zur Verfügung?

Der Chirurg unterscheidet zwischen Brustvergrößerungen, Brustverkleinerungen sowie den Bruststraffungen. Die Unterschiede liegen letztendlich in der Methodik, die für die einzelnen Korrekturen angewandt werden. Brustvergrößerungen mit Implantaten sind verhältnisweise günstig, wenn die Vergrößerungen mit Eigenfett betrachtet wird. Auch Bruststraffungen sowie -verkleinerungen fallen etwas teurer aus. Insgesamt bewegt sich die Brustchirurgie preislich zwischen 3.500 und 7.000 Euro.

Die Brustvergrößerung mit Implantaten

Wer sich für die Vergrößerung mit Implantaten entscheiden, muss zunächst mit dem behandelnden Arzt klären, welcher Zugang hierfür geschaffen werden soll. Das Implantat kann auf verschiedenen Wegen in die Brust gelangen. Ein Schnitt in die Unterfalte der Brust, in die Achselhöhle oder gar in die Brustwarze stehen zur Verfügung.

Das Einsetzen in die Unterbrustfalte ist wohl die gängigste Form, da an dieser Stelle eine spätere Sicht auf die Narbe fast unmöglich erscheint.

Neben der Schnittstelle muss zudem geklärt werden, wo genau das Implantat eingesetzt wird. Hierfür ist die Anatomie der Brust sowie die Größe und die Form des Implantates entscheidend. Je nachdem wird es unter oder über dem Brustmuskel platziert.

Die Brustvergrößerung mit Eigenfett

Die Alternative zum Silikon ist das Eigenfett. Aus Bauch, Oberschenkel oder auch der Hüfte wird ungefähr ein Liter Körperfett entnommen und im Anschluss aufbereitet. Danach wird es in die gewünschte Stelle der Brust injiziert. Da geschulte Ärzte sehr flexibel sind, können sie die Injektion genau so platzieren, dass es zur Anatomie der Brust der Patientin passt.

Nachteil: Auf diesem Weg hat die Patientin die Möglichkeit, lediglich eine halbe bis maximal eine ganze Körbchengröße zu gewinnen. Das liegt daran, dass die injizierten Fettzellen zur Hälfte nach ein paar Monaten wieder abgebaut werden. Mit einer wiederholten Anwendung kann jedoch ein längerfristiges Ergebnis erzielt werden.

Brustverkleinerung sowie Bruststraffung

Auch die Verkleinerung sowie Straffung der Brüste steigt in ihren Anwendungen. Bei der Verkleinerung steht zwar meist der ästhetische Fakt im Hintergrund, dennoch ist es von enormer Bedeutung, vor allem für die Gesundheit der Patientinnen. Oftmals wird sie in Kombination mit der Bruststraffung durchgeführt, um ein ideales Ergebnis zu erzielen.

Bei der Bruststraffung wird lediglich überschüssige Haut entnommen. Wird jedoch die Brustverkleinerung durchgeführt, so entnimmt der Chirurg zusätzlich Drüsen- sowie Fettgewebe. Mit Hilfe von speziellen Schnitttechniken ist es möglich, die Brust neu zu formen und zu straffen, sodass ein späteres Hängen vermieden wird.

Wichtig ist, ein besonderes Augenmerk auf den durchführenden Arzt zu legen, da der Eingriff deutlich aufwändiger und komplizierter als eine Brustvergrößerung ist. Auch die Vergrößerung der Brust kann in Kombination mit der Bruststraffung durchgeführt werden.

Punkte, welche für die Brustoperation sprechen

Es gibt etliche Aspekte, die für eine Brustoperation sprechen. Aus diesem Grund wird sie oft befürwortet. Frauen laufen in Zukunft mit der Oberweite herum, mit der sie sich wohl fühlen. Durch diesen Aspekt wird das Selbstvertrauen optimal gesteigert und das Dekolleté kann fröhlich in Schwimmbad und Co. präsentiert werden. Frauen sind folglich deutlich zufriedener mit ihrem eigenen Körper, was sich auch auf die psychische Gesundheit positiv auswirkt. Auch die sexuelle Offenheit wird gesteigert, insofern die im Vorfeld unter der Unzufriedenheit mit dem eigenen Körper gelitten hat.

• Mehr Selbstbewusstsein
• Stolze Präsentation des eigenen Dekolletés
• Weniger psychischen Stress mit dem eigenen Körper
• Größere sexuelle Offenheit

Aspekte, die gegen die Operation sprechen

Eine Schönheitsoperation birgt immer Risiken, egal ob es sich um einen kleinen Eingriff oder eine größere Operation handelt. Daher wird oft von Eingriffen dieser Art abgeraten. Doch wie ist der negative Beigeschmack einer Brustoperation?

• Mögliche Risiken vor sowie nach der Operation
• Sichtbare Narben
• Fremdkörper im eigenen Körper
• Sehr hoher Preis
• Implantate sind nicht immer von grandioser Langlebigkeit
• Implantat kann möglicherweise platzen
• Die Option einer Mammographie ist dann nur noch schwer bis gar nicht mehr möglich

Natürlich bringt ein Eingriff immer Nachteile mit sich. Sind die psychischen Beschwerden mit dem ungeliebten Busen jedoch höher, sollte trotzdem die Brustvergrößerung in Betracht gezogen werden. Wichtig ist es, einen Chirurgen aufzusuchen, der viel Erfahrung aufweist. Vor- sowie Nachher-Bilder von bereits konstruierten Busen können zudem für oder gegen einen Arzt sprechen.

Fazit

Für viele Frauen sind die eigenen Brüste ein sehr sensibles Thema. Nicht wenige haben Vorstellung, was daran gemacht werden könnte, um sich im eigenen Körper noch wohler zu fühlen. Treten körperliche oder auch psychische Belastungen auf, wird oftmals zu einer Operation tendiert. Es gibt viele Punkte, die für den Eingriff sprechen, doch Risiken birgt eine Operation immer. Daher ist es ratsam, wirklich auf eigenen Stücken zur Brustoperation zu greifen und einen guten Arzt zu suchen. So wird ein Ergebnis erzielt, was auf Dauer den Vorstellungen der Patientin entspricht.